Projekttag „Der Staat geht – die Verwaltung steht“

Im Oktober nahmen drei Verwaltungsfachangestelltenlehrgänge an einem Projekttag teil, den das Studieninstitut in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsort „Villa ten Hompel“ in Münster konzipiert hat.

Die nationalsozialistische Diktatur basierte wesentlich auf einer funktionierenden Verwaltung in allen Lebensbereichen, auch der Kommunalverwaltung. Der Geschichtsort „Villa ten Hompel“ hat deshalb den Bereich „Verwaltung in der Verantwortung“ thematisiert.

Villa ten Hompel

Das Studieninstitut als Ausbildungsort für Kommunalbedienstete möchte sich dieser Verantwortung stellen.

An historischen Dokumenten erarbeiten die Teilnehmenden, wie Verwaltung in verschiedenen Regimen funktioniert hat, im Unrechtsstaat der NS-Diktatur wie im Rechtstaat.

  1. Modul
    Wie bindet das jeweils herrschende Regime die Beamtinnen und Beamten an sich?
    Mit welchen Maßnahmen trug die Verwaltung – exemplarisch die Finanzverwaltung – zur Diskriminierung, Ausgrenzung und Ausplünderung der Juden bei?
  2. Modul
    Wer bekam nach dem 2. Weltkrieg Entschädigungsleistungen und wie ging die Verwaltung mit den Antragstellenden um?

Fazit einiger Teilnehmenden:
 „Es war gut, die Geschichte der Verwaltung kennen zu lernen“, „es war sehr aufschlussreich, anhand realer Fälle arbeiten zu können“, „ich habe was mitgenommen“.