Fortbildung 2016 - Seminare

L83416 InsO-Reform! Mehr Chancen für Gläubiger von Unterhaltsansprüchen?
Zielgruppe

Beschäftigte der Jugend- und Sozialämter, Jobcenter sowie der Rechts- und Prüfungsämter, die in der Praxis mit Rechtsfragen der Verbraucherinsolvenz einschließlich Forderungsdurchsetzung befasst sind

Ihr Gewinn

InsO-Reform: Haben Gläubiger von Unterhaltsansprüchen jetzt mehr Chancen? Auf diese Frage erhalten Sie in diesem Seminar eine Antwort!

Das „Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Stärkung der Gläubigerrechte“ beseitigt einen aufgestauten Korrekturbedarf in der Privatinsolvenz. Die Zulässigkeit des Antrags auf Restschuldbefreiung wird jetzt mittels kombinierter Eingangsentscheidung und damit wesentlich früher geprüft, denn nur dem redlichen Schuldner soll die Möglichkeit eröffnet werden, sich von seinen Verbindlichkeiten zu befreien. Eine Modifizierung der Versagungsgründe gemäß § 290 InsO „entschärft“ den Schlusstermin mit seiner zeitlichen Sperrwirkung, der für Gläubiger mit fehlender Kenntnis erhebliche Rechtsnachteile zur Folge hatte (Präklusion).

Andererseits erhält der Schuldner ein Anreizsystem zur Verkürzung der 6-jährigen Wohlverhaltensphase. Durch die Stärkung von Gläubigerrechten wird ein Interessenausgleich zwischen Gläubiger und Schuldner zumindest teilweise hergestellt. Dies trifft insbesondere bei Unterhaltsansprüchen zu, die der Schuldner vorsätzlich pflichtwidrig nicht gezahlt hat.

Im Seminar bespricht der Dozent die Gesetzesänderungen sowie deren Auswirkungen auf die Realisierung von Unterhaltsansprüchen eingehend. Zum besseren Verständnis bietet er eine synoptische Betrachtung des Übergangsrechts an, welches bis 2020 zu beachten ist.

Inhalte
  • Grundlagen des Insolvenzrechts
    • Verfahrensgrundsätze
    • Informationsmöglichkeiten
    • Regel- und Verbraucherinsolvenzverfahren
  • Verfahrensabläufe „neues Recht“
  • „Übergangene“ Insolvenzgläubiger
  • Privilegierung fiskalischer Forderungen „neues Recht“
    • Stärkung der Rechte von Unterhaltsgläubigern
    • Ausgenommene Forderungen
    • Feststellungsklage und Alternativen
  • Vollstreckung aus der Insolvenztabelle
  • Die Wohlverhaltensphase (Restschuldbefreiungsverfahren)
    • Umgestaltung des Verfahrens
    • Erteilung oder Versagung der Restschuldbefreiung („herkömmliches Recht“)?
    • Strukturelle Änderungen der Versagungsgründe gem. § 290 InsO
    • Erwerbsobliegenheit des Schuldners, §§ 287b, 290 Abs. 1 Nr. 7 InsO
  • Die Verkürzung der Verfahrensdauer als Anreiz für den Schuldner?
  • Neue Entschuldungsmöglichkeiten auf der Grundlage eines Insolvenzplans
  • Übergangsrecht
Bitte mitbringen Aktuelle Textausgabe der InsO
Termin & Anmeldung Meldestichtag Ort Leitung Preis

17.03.2016, 09:00-16:00 Uhr
18.03.2016, 09:00-12:30 Uhr

Dauer: 1,5 Tage
keine Anmeldung möglich

Münster-CoerdeVolker Thives-Kurenbach
Meldestichtag:
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