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Fortbildung 2020

L81120

Unterhaltsanspruch durchsetzen, Zwangsvollstreckung und Auswirkungen der Insolvenz - Intensivseminar

Zielgruppe

Beschäftigte der Sozial- und Jugendämter sowie Jobcenter, die mit der Realisierung von Unterhaltsansprüchen befasst sind, Rechnungsprüferinnen und Rechnungsprüfer

Ihr Gewinn

Sie sind erfahren im Unterhaltsrecht und wollen wissen, wie Sie praxisnah und erfolgsorientiert Unterhaltsansprüche titulieren lassen? Sie wollen wissen, wie Sie die Auskunftsansprüche ohne zeitaufwendigen Auskunfts- oder Stufenantrag realisieren und die Vollstreckung zeitsparend und effektiv einleiten? Dann haben Sie das richtige Seminar gewählt.

Hier erfahren Sie, wie sich der zivilrechtliche und ggf. öffentlich-rechtliche Auskunftsanspruch auch in der Verwaltungsvollstreckung schnell durchsetzen lässt. Sie besprechen, wie sich Unterhaltsansprüche im Verfahren vor dem Amtsgericht unter Einbeziehung aktueller Rechtsprechung realisieren lassen. Neben den formellen Erfordernissen arbeitet der Dozent mit mit Ihnen grundlegend heraus, worauf Sie bei der gerichtlichen Durchsetzung der Ansprüche – unter Kosten- und Verfahrensgesichtspunkten – achten sollten.

Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf dem praxis- und ergebnisorientierten Vorgehen auch im Rahmen der Zwangsvollstreckung. Der Unterhaltstitel und die im Festsetzungsverfahren gewonnenen Informationen sind Basis für die sich ggf. anschließende Zwangsvollstreckung. Der Dozent zeigt auf, welche Möglichkeiten Sie hier haben. Er bespricht, welche Auswirkungen das Insolvenzverfahren hat und worauf Sie bezüglich der Rückstände und des laufenden Unterhalts im Hinblick auf die angestrebte Restschuldbefreiung achten müssen.

Inhalte

  • "Der Weg zum Titel"- Gerichtliche Durchsetzung der Ansprüche im Mahn- und Verfahren vor dem Amtsgericht unter besonderer Berücksichtigung des FamFG
  • Auskunft nach BGB und öffentl. Recht – effektive Durchsetzungsmöglichkeiten, ggf. auch im Verfahren vor dem Zivilgericht
  • Unterhalt für die Vergangenheit; Verjährung und Verwirkung der Ansprüche
  • Besondere Verfahrensarten (z. B. Vereinfachtes Verfahren, Abänderung)
  • Zusammenarbeit mit allen Beteiligten bei der Durchsetzung der UH-Ansprüche;
  • Anspruchsübergang bei fiktiver Leistungsfähigkeit eines gesteigert Unterhaltspflichtigen, Selbsthilfe und Rückübertragung des Anspruchs auf den Leistungsempfänger zum Zwecke der gerichtlichen Geltendmachung, Verfahrenskostenhilfe und Kostenerstattungspflicht der Behörde
  • "Wie geht es mit dem Titel weiter?" (Privilegierte) Durchsetzung der Unterhaltsforderungen im Rahmen der Zwangsvollstreckung. Titelherausgabe, Vollstreckungsklausel, Titelumschreibung und sog. Einziehungsermächtigung
  • Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung, Vollsteckungsauftrag und die geänderten Befugnisse und Aufgaben des Gerichtsvollziehers
  • Vermögensauskunft (Inhalt, Ziel, Abnahme Erzwingung und erneute Abgabe)
  • Zentrale Verwaltung der Vermögensauskünfte, Schuldnerverzeichnis
  • Zusammenarbeit mit dem Gerichtsvollzieher und die wichtige Vorpfändung
  • Forderungspfändung über das Vollstreckungsgericht (Pfändungsfreigrenzen und Pfändungsprivileg, Drittschuldnerhaftung)
  • Insolvenzverfahren – Vollstreckungsverbot? Ablauf, richtige Anmeldung der Unterhaltsforderungen, Obliegenheiten für eine Restschuldbefreiung des Schuldners

Bitte mitbringen

BGB, OLG-Leitlinien, FamFG, ZPO und Taschenrechner

Hinweise

Es besteht die Möglichkeit, Ihre konkreten Fälle und Fragen aufzuarbeiten. Bitte teilen Sie uns diese vorher kurz schriftlich mit.

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Termine und Anmeldung

Meldestichtag

17.08.2020

Ort

Münster-Coerde

Dauer

2,0 Tage

Leitung

Ulrich Lammers 

Preis

350,00 €

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