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Fortbildung 2021

L80221

Übergegangene Ansprüche durchsetzen: Kindes-, Ehegatten- und Betreuungsunterhalt ermitteln

Zielgruppe

Erfahrene Fachkräfte der SGB-II-Leistungsträger und der Jugendämter, Rechnungsprüferinnen und Rechnungsprüfer

Ihr Gewinn

Wer Unterhaltsansprüche durchsetzen muss, benötigt umfangreiches und aktuelles Praxiswissen sowie verfahrensrechtliches Know-how.

Das Unterhaltsrecht ist kompliziert, und zwischen dem Unterhalts- und dem Sozialrecht ergeben sich mitunter widersprüchlich erscheinende Besonderheiten (z. B. sog. Vergleichsberechnung und Absetzbarkeit nach § 11b I Nr. 7 SGB II). Es gibt ständig Veränderungen und neue Rechtsprechung, die sich auf Auskunfts- und Unterhaltsanspruch auswirken. Die Ansprüche müssen aber zeitnahe verfolgt werden, weil schon nach einem Jahr Verwirkung eintreten kann. Auch für erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist der regelmäßige fachliche Austausch unverzichtbar.

Begrenzte Personalressourcen erfordern, dass man aussichtslose Fälle vernachlässigt und Prioritäten setzt. Im Vordergrund - und das gilt auch für das Seminar - steht eindeutig der Unterhalt für minderjährige Kinder, denn der Betreuungs- und Volljährigenunterhalt ist bei den in der Praxis oft anzutreffenden Mangelfällen eben nachrangig und nur begrenzt realisierbar. Das Seminar richtet sich insoweit auch an Beistände und Unterhaltsvorschussstellen.

In diesem praxisorientierten Seminar lernen Sie, wann die Voraussetzungen für einen Unterhaltsanspruch vorliegen, in welchen Fällen Sie diesen erfolgreich realisieren können und (ab) wann „der Gang zu Gericht“ lohnt. Sie nehmen konkrete Unterhaltsberechnungen vor und überlegen gemeinsam, wie sich gefundene Ergebnisse in einem (außer-)gerichtlichen Vorgehen erfolgreich realisieren lassen. Insofern bauen Sie Ihre verfahrensrechtlichen Kenntnisse deutlich aus.

Inhalte

  • Voraussetzungen eines Unterhaltsanspruches
  • Kindes-, Ehegatten-, Betreuungsunterhalt berechnen
  • Divergierendes Sozialleistungs- und Unterhaltsrecht
  • Probleme bei Anspruchsübergang und fiktiver Leistungsfähigkeit
  • Möglichkeiten und Probleme bei Anspruchsübergang und rückwirkender Heranziehung; verfahrensrechtliche Auswirkungen hierbei
  • Auskunftsansprüche erwägen und durchsetzen – was brauche ich wirklich?
  • Schriftsätze an das Gericht – was muss enthalten sein?
  • Neue Rechtsprechung, z.B. zu Wechselmodell, Wohnvorteil, Reduzierung von Selbstbehalt bei Zusammenleben und freiwilligen Leistungen Dritter, Bedürftigkeit, Ausbildungsunterhalt, gesteigerte Erwerbsobliegenheit und ihre Tücken, Verwirkung, Auswirkungen der Rangfolge im Mangelfall, Schulden, Altersvorsorge, Rückübertragung, Befugnis zur Prozessführung, Verfahrens- und Prozesskostenhilfe, Verfahrenskosten und Verfahrenswert; Rechtsmittel ...

Bitte mitbringen

BGB, ZPO, FamFG, OLG-Leitlinien und Taschenrechner

Das sagen unsere Teilnehmenden

  • Gut: auf Beispiele der täglichen Arbeit eingegangen.
  • Top Dozent!
  • praxisnah, viele Fallbeispiele
  • sehr praxisbezogen, alles umsetzbar
  • gut verständlich, nachvollziehbar
  • guter Praxisbezug, Anregungen zu neuer Vorgehensweise
  • Praxisfragen wurden beantwortet

Termine und Anmeldung

17.05.2021, 09:00-16:00 Uhr
18.05.2021, 09:00-16:00 Uhr

keine Anmeldung möglich

Meldestichtag

 

Ort

Münster-Coerde

Dauer

2,0 Tage

Leitung

Dr. Sebastian Fritzsche 

Preis

Veranstaltung im nächsten Jahr

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