Im Rahmen des Unterrichts im Fach Staats- und Europarecht durften wir – die beiden B25-Kurse des Studieninstituts Westfalen-Lippe – auch in diesem Jahr wieder einen ganz besonderen Studientag erleben: Gemeinsam mit der Villa ten Hompel ging es per Fahrrad quer durch Münster auf eine lebendige Reise durch Geschichte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und staatliches Handeln.
Für die Münsteranerinnen und Münsteraner unter uns gehört das Fahrrad zum Alltag wie die Luft zum Atmen. Trotz unterschiedlicher Fahrroutine machten wir uns auf den Weg, Münster auf zwei Rädern zu erkunden – bei absolutem Traumwetter mit Sonne, leichter Bewölkung und angenehmen Temperaturen um die 20 Grad.
Bereits im Vorfeld begann unser Studientag mit einer intensiven Vorbereitungsphase: Im Unterricht wurden wir in Kleingruppen aufgeteilt, um uns gezielt mit verschiedenen Stationen der späteren Fahrradtour auseinanderzusetzen. Jede Gruppe erarbeitete eigenständig die historischen Hintergründe, gesellschaftlichen Zusammenhänge und aktuellen Bezüge ihres jeweiligen Standortes, um das Wissen später vor Ort mit den anderen zu teilen. Besonders schön war dabei, wie unterschiedlich und kreativ die einzelnen Gruppen ihre Themen gestaltet haben – gerade dadurch wurde der Tag besonders interaktiv und lebendig.
Organisiert und begleitet wurde der Studientag von unseren Dozenten Klaus Niehues und Julian Hiller, die den Tag gemeinsam mit der Villa ten Hompel vorbereitet hatten. Ein ganz besonderer Dank gilt dabei Stefan Querl, dem Leiter der Villa ten Hompel, der uns – wie bereits im vergangenen Jahr – mit seiner offenen, nahbaren und lebendigen Art durch Münster führte. Während des Rundgangs präsentierten wir zunächst unsere vorbereiteten Beiträge. Stefan Querl ergänzte unsere Ausführungen anschließend jeweils durch fundierte historische Einblicke und spannende Hintergrundinformationen. Besonders beeindruckend war dabei, wie er immer wieder die Brücke zur heutigen Zeit schlug und uns verdeutlichte, welche Relevanz die Orte und die dort behandelten Themen bis heute für unsere Gesellschaft und unsere spätere Tätigkeit im öffentlichen Dienst besitzen.
Die Fahrradtour war weit mehr als eine bloße Aneinanderreihung von Besichtigungen. Um eine lebendige Auseinandersetzung mit den behandelten Themen zu ermöglichen, wurden die einzelnen Stationen ganz bewusst so gestaltet, dass sich alle Teilnehmenden aktiv beteiligen konnten. Anstatt passiv Informationen aufzunehmen, wurde die Gruppe immer wieder dazu animiert, gemeinsam zu diskutieren, Fragen zu stellen und aktuelle Bezüge herzustellen.
Zu den verschiedenen Stationen gehörten unter anderem Orte und Kunstwerke aus den bekannten Skulpturprojekten der Stadt Münster.
Ein echtes Highlight des Tages war außerdem die Gelegenheit, den ersten Bürgermeister der Stadt Münster, Klaus Rosenau, persönlich treffen und interviewen zu dürfen. Besonders angenehm war dabei seine offene, authentische und lockere Art, mit der er sich Zeit für unsere Fragen nahm und mit uns ins Gespräch kam. Dass darüber hinaus sogar ein kurzes Treffen mit dem Oberbürgermeister möglich war, inklusive gemeinschaftlichem Foto, machte den Tag zusätzlich besonders.
Vielen Dank an alle Beteiligte, die mit ihren vorbereiteten Vorträgen, Fragen und Diskussionen dazu beigetragen haben, dass dieser Studientag für uns alle in Erinnerung bleiben wird – vor allem an die Villa ten Hompel!