Beschäftigte mit grundsätzlichem Interesse für IT sowie aus den Bereichen Organisation und Digitalisierung.
Akademikerinnen und Akademiker aus dem MINT-Bereich frischen mit einem soliden Überblick ihr Wissen auf und können dieses in einen strukturellen Zusammenhang bringen.
oder vergleichbare Kenntnisse
Digitalisierung ist weit mehr als die Implementierung von Hard- und Software. Digitalisierung denkt vom Kunden her. Was fragt dieser nach und welche Probleme möchte er gelöst wissen. Das Werkzeug hierfür ist die Informationstechnologie. Portale, Schnittstellen, Systeme, Daten, all dies liegt hierfür in der Verantwortung der IT-Abteilungen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger qualifiziertes Personal zu gewinnen.
Die Vielzahl an IT-Berufen und Studiengängen in der IT-Landschaft erschwert die Suche nach passgenauem Personal. Eine IT-Fachkraft kann sich durch eine Berufsausbildung, einen Bachelorabschluss oder eine Fortbildung in einem bestimmten Bereich (IT-Spezialist) oder einen Diplom- oder Masterstudiengang (IT-Experte) qualifizieren. Aufgrund des Fachkräftemangels in allen Bereichen steigt die Bedeutung der Quereinsteiger.
Auch in Ihrer Verwaltung haben Sie Beschäftigte, die IT-Kenntnisse informell erworben und technisches Verständnis haben. Heben Sie das Potenzial und qualifizieren Sie diese für die Fachkräftelücke! Hierfür hat das Studieninstitut Westfalen-Lippe exklusiv für Sie die Qualifizierung zur "IT-Fachkraft für Kommunen" entwickelt und Experten und eine Expertin mit passgenauer Fachkompetenz gewonnen.
Die Motivation für Ihre IT-Fachkräfte:
Der Mehrwert der IT-Fachkräfte für Kommunen für die Abteilung bzw. das Team:
Der Vorteil der IT-Fachkräfte für Kommunen für Ihre Verwaltung:
Gern senden wir Ihnen für die ausführlichen Inhalte das Modulhandbuch zu. Wenden Sie sich direkt an Silke Sudmann silke.sudmann@stiwl.de.
Modul 1: IT-Architektur - Hardware, Software und Netzwerke
1 Seminartag - Dipl.-Ing. Reinhold Heisterkamp
Der strukturelle Aufbau, die Planung und das Zusammenspiel aller technischen Komponenten (Hardware, Software, Netzwerke, Daten) wird als IT-Architektur bezeichnet. Werden in Verwaltungen neue IT-Lösungen implementiert, sollten sich diese sinnvoll in die vor-handene IT-Architektur einfügen. Aufgrund der technischen Neuerungen und geänderten Anforderungen sollte die IT-Architektur stetig weiterentwickelt werden.
Lernen Sie den Aufbau und das Zusammenspiel Ihrer Hard- und Software kennen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre IT-Gesamtstruktur, damit Sie künftig IT-Strategien besser verstehen und aktiv an IT-Konzepten mitwirken können.hrwert für die bestehende IT-Landschaft? Wie resilient sind unsere IT-Lösungen?
Auszug aus den Seminarinhalten
Wissenstransfer: Sie verstehen die IT-Architektur Ihrer Verwaltung!
Praxistransfer: Sie dokumentieren die Hardware, Software und die Netzwerkstruktur für Ihren Bereich.
Modul 2: Daten - das Öl der Zukunft
2 Seminartage - Dr. Michael Räckers
Entscheidungen treffen wir in der öffentlichen Verwaltung immer noch viel zu häufig auf der Grundlage von Erfahrungswissen. Andererseits sammelt die Verwaltung eine Vielzahl an Daten.Um diese Daten für Entscheidungen nutzbar machen zu können, müssen sie strukturiert und verknüpfbar erhoben und gespeichert werden.
Verlieren Sie sich nicht in der Konzeptionierung einer ausgefeilten Komplettlösung, sondern sammeln Sie in überschaubaren Anwendungsfeldern erste Erfahrungen. Ob dies nun Daten zur Planung von Kita-Plätzen sind oder die Erfassung von Verkehrs- und Bewegungsdaten, viele dieser Daten sind bereits da. Es gilt, sie geeignet und zielgruppenorientiert zusammen zu führen.
Auszug aus den Seminarinhalten
Wissenstransfer: Sie können Daten strukturieren und modellieren und erkennen die Chance von Datenanalysen auch in der öffentlichen Verwaltung.
Praxistransfer: Datenabfrage für eine OZG-Leistung aus Ihrem Fachbereich.
Modul 3: Daten - Datenschutz und Datensicherheit
1 Seminartag - RA Susanne Fries
Gerade wenn Sie in der Kommune die vielen Daten nutzen möchten, die Ihnen zur Verfügung stehen, sollten Sie die Grundlagen des Datenschutzes kennen. So sind Sie auch für künftige Lösungen in Bezug auf den Datenschutz sensibilisiert und können frühzeitig den Datenschutzbeauftragten Ihrer Kommune einbinden.
Auszug aus den Seminarinhalten
Praxistransfer: Mitdenken des Datenschutz für Ihren OZG-Anwendungsfall bzw. das Thema der Abschlusspräsentation.
Modul 4: Herausforderungen Medienbrüche: Schnittstellen und Datenkonvertierung
1/2 Seminartag online: Dipl.-Ing. Reinhold Heisterkamp
Verwaltungen arbeiten mit einer Vielzahl unterschiedlicher Programme. Daten werden erfasst, übertragen und ausgewertet. Gewinnen Sie einen Eindruck von Übertragungstechnologien und Schnittstellenkonzepten. Warum ist der durchgängige digitale Datenfluss nicht immer so einfach?
Auszug aus den Seminarinhalten
Wissenstransfer: Sie können die Integration von neuen Komponenten in die bestehende IT-Infrastruktur beurteilen und kennen die verschiedenen Möglichkeiten des Datenaustausches zwischen IT-Systemen.
Praxistransfer: Sie lernen einen leistungsstarken Editor kennen und erstellen XML-/JSON-Dateien für den Datentransfer.
Modul 5: Anwendungen: Von Daten zu Informationen
1 Seminartag: Dipl.-Ing. Reinhold Heisterkamp
Der Verwaltungsvorstand, die Politik oder Bürgerinnen und Bürger möchten zu aktuellen Sachverhalten informiert werden. Bereiten Sie zahlenbasierte Informationen möglichst klar für die verschiedenen Zielgruppen auf. In diesem Baustein lernen Sie ein weiteres Werkzeug ganz praktisch kennen.
Geografische Informations-Systeme (GIS) sind leistungsfähige Werkzeuge zur Aufbereitung und Auswertung von Daten mit Raumbezug. Mit freier OpenSource-Software (z. B. QGIS) können Sie Geodaten effizient visualisieren, analysieren und mit Ihren eigenen Geo- und Fachdaten überlagern.
Auszug aus den Seminarinhalten
Wissenstransfer: Sie kennen Datenquellen zum Aufbau aussagekräftiger Themenkarten und lernen das leistungsfähige OpenSource-GIS QGIS kennen.
Praxistransfer: Aufbereitung und Import von Geodaten. Visualisierung von Daten in einem thematischen Kartenlayout.
Modul 6: Künstliche Intelligenz - Zukunftsmusik oder Potenzial für die öffentliche Verwaltung
1 Seminartag - Hans Krefeld + Julian Hans
Künstliche Intelligenz – was ist das eigentlich? Können Computerprogramme die menschliche Intelligenz imitieren und vielleicht sogar dazulernen? Kann ein Computer intelligente Entscheidungen treffen und helfen, Abläufe auch in der öffentlichen Verwaltung zu automatisieren? Wann spricht man von regelbasierter Automation und wann von maschinellem Lernen?
KI-Systeme können im Kundendialog entlasten. Dies hat wohl jeder schon einmal in einer Hotline erlebt. Aktuell sprechen Chatbots in kürzester Zeit extrem viele Nutzerinnen und Nutzer an. Worin liegen Möglichkeiten und Grenzen dieser neuen Systeme? Welche Gefahren sollte man sich bewusst machen?
Auszug aus den Seminarinhalten
Wissenstransfer: Sie lernen die verschiedenen Bereiche künstlicher Intelligenz kennen und wissen um die Einsatzgebiete. Sie kennen nun verschiedene künstliche Intelligenzen.
Praxistransfer: Sie testen eine KI-Anwendung.
Modul 7: Internet of Things "IoT", das Internet der Dinge
1 Seminartag: Dr. Felix Weinrank
Eine weitere bedeutende Entwicklung ist das Internet der Dinge. Dabei werden Geräte zunehmend intelligenter und miteinander vernetzt, indem sie über das Internet Daten austauschen und mit-einander kommunizieren Diese Vernetzung eröffnet vielfältige Möglichkeiten, insbesondere für den Einsatz in kommunalen Strukturen und Prozesse.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche technischen, organisa-torischen und infrastrukturellen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sich die Schlüsseltechnologie IoT sinnvoll und nachhaltig in kommunale Anwendungsbereiche integrieren lässt. Anhand konkreter Praxisbeispiele erhalten Sie einen anschaulichen Einblick in die unterschiedlichen eingesetzten Technologien und Lösungsansätze. Der gesamte Lebenszyklus von IoT-Daten, von der Erfassung durch Sensoren über den sicheren Transfer und die Speicherung bis hin zu weiterführenden Nutzungs- und Auswertungsmöglichkeiten, steht dabei im Fokus für eine datenbasierte Entscheidungsunterstützung.
Auszug aus den Seminarinhalten
Perspektivwechsel: Sie lernen auf einer Customer Journey das Internet der Dinge und die Beziehungen von Daten und Netzen kennen.
Modul 8: Architektur und Vorgehen für die Prozessdigitalisierung
1 Seminartag: Prof. Dr. Tobias Rieke
OZG, KI, IoT,… Akronyme mit enormen Auswirkungen. Befassen Sie sich nun mit den Prozessen, die sich direkt mit verändern werden. Eine Toolbox für eine Prozessdigitalisierung umfasst mehrere Bausteine, die Sie gut zusammensetzen müssen. So können Sie Prozesse in ihrer Vielzahl mit überschaubarem Aufwand digitalisieren.
In Ihrer Rolle als IT-Fachkraft erhalten Sie einen Einblick. So können Sie gemeinsam mit dem Orga-Team Prozesse in der digitalen Transformation gestalten.
Auszug aus den Seminarinhalten
Praxistransfer: Prozesslandkarte – so verändert sich der Ablauf für meine OZG-Leistung
Modul 9: Auf den Punkt: IT-Vergaben
1 Seminartag: Björn Boeddecker
Sie begeistern sich für die vielen Möglichkeiten, die neuen Programme und Lösungen
bieten. Doch bevor Ihre Idee Realität wird, müssen Sie ggf. IT-Leistungen im Rahmen eines Vergabeverfahrens beschaffen. Je nach Auftragswert oder Art der Leistung gestaltet sich dies komplexer als erwartet. Arbeiten Sie darum frühzeitig Hand in Hand mit der Vergabestelle zusammen.
Die Vergabestelle ist Experte auf dem Gebiet des Vergaberechts, kennt jedoch nicht die von Ihnen benötigten IT-Leistungen. Daher braucht die Vergabestelle Ihre Hilfe bei der Auswahl und Erstellung des entsprechenden EVB-IT Vertragstyp als Herzstück der Leistungsbeschreibung.
Auszug aus den Seminarinhalten
Wissenstransfer: Sie haben einen Überblick über die Besonderheiten der IT-Vergabe und können Fragen der Vergabestelle einordnen.
Praxistransfer: Sie können im Rahmen von Beschaffungen Vergabeproblematiken benennen.
Modul 10: Abschluss
1 Seminartag
Nach der Teilnahme an dieser Qualifizierung zur IT-Fachkraft in Kommunen erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.
Sie haben die Möglichkeit ein unbenotetes Zertifikat zu erhalten.
Machen Sie sich frühzeitig Gedanken zu einem Thema, welches Sie im Laufe des Kurses immer wieder bearbeiten können. So verschaffen Sie sich Klarheit über die persönlichen Ziele dieser Qualifizierung und haben so den größten Mehrwert.
Themen vergangener Jahre lauteten beispielsweise:
Beschaffung eines Fachverfahrens
Einführung Online-Terminvergabe
Unterstützung bei der Einführung der E-Akte
IT-Sprechstunde als Kompass digitaler Transformation
IT-Sicherheit bei dezentraler Infrastruktur
Smart Data in der XY-Verwaltung
Für die Abschlusspräsentation stellen Sie das von Ihnen beleuchtete Thema in einem 20-minütigen Vortrag vor. In diesem Zusammenhang klären Sie Ihre Rolle und ggf. Ihren Auftrag. Erläutern Sie die konkrete Herangehensweise und wenden Sie Erlerntes aus den Modulen an. Machen Sie abschließend deutlich, welchen Mehrwert dieses Digitalisierungsthema oder –projekt Ihrer Organisationeinheit bringt.
Bewertungskommission
Die Bewertungskommission besteht aus Fachreferenten dieses Qualifizierungskurses und einer Vertreterin des Studieninstituts Westfalen-Lippe. Alle weiteren Teilnehmenden des Zertifikatskurses sind im Plenum. Gemeinsam tauschen wir uns zu Ihrem Thema kurz aus. Es erfolgt keine Benotung.
Zertifikat
Auf dem Zertifikat wird der Titel Ihrer Abschlusspräsentation benannt
Fortbildung zur IT-Fachkraft M1 IT-Architektur
10.09.2026*
M2 Datenbanken und -strukturen
14./18.09.2026
M3 Datenschutz
30.11.2026
M4 Schnittstellen
08.10.2026 1/2 Tag online
M5 Daten auswerten
05.10.2026
M6 Künstliche Intelligenz
11.11.2026
M7 IoT
16.11.2026
M8 Prozesse
08.12.2026
M9 IT-Vergabe
09.12.2026
Optionale Abschlusspräsentation zur Erlangung eines Zertifikates 15.01.2027 *soweit nicht anders angegeben 9.00-16.00 h in Münster-Coerde